Graffitischutz für Ingenieurbauwerke

Ingenieurbauwerke im Zuge von Verkehrswegen, insbesondere die Brückenwiderlager, sind aufgrund der motivierenden Lage häufig von Verunstaltungen durch Graffiti betroffen. Diese Bauwerksflächen bestehen überwiegend aus Beton beziehungsweise Beton in Verbindung mit einem Oberflächenschutzsystem oder Mauerwerk.

Die zum Sprayen verwendeten Farbmittel weisen eine große Vielfalt auf. Insbesondere Filzstifte und die in Sprühdosen erhältlichen Lacke, Silber- und Bronzefarben sowie Unterbodenschutz werden verwendet. Die Farbmittel haften auf den Bauwerksoberflächen oder dringen aufgrund der Porosität in diese ein, so dass eine Entfernung mit Hilfe von chemischen Reinigern und/oder Strahlverfahren meist nur unbefriedigend oder oberflächenschädigend möglich ist.

Mit der Verwendung von Anti-Graffiti-Systemen (AGS), die aus den beiden Komponenten Graffitiprophylaxeschicht und zugehöriger Reinigungstechnologie bestehen, ist die Möglichkeit gegeben, das Eindringen der Farbmittel in das Bauwerk zu verhindern und diese bauwerkschonend zu entfernen.

Bei der Auswahl des geeigneten AGS sind neben der Funktionalität auch bauphysikalische Eigenschaften (beispielsweise Wasserdampfdiffussionsverhalten) der betroffenen Bauwerke zu berücksichtigen. Weiterhin soll das optische Erscheinungsbild (Farbe, Helligkeit und Glanz) der Bauwerksoberfläche durch die Graffitiprophylaxebeschichtung möglichst wenig Änderung erfahren.

Bewertung: